Drachenpferd
und Reiter

Traumazentrierte
Psychotherapie

Zur Person

Kontakt

Links

Literatur

Impressum

D R A C H E N P F E R D  U N D  R E I T E R

Im 7. Jahrhundert unternahm der buddhistische Pilgermönch Hsuan–tsang (556 – 664) - der Legende nach zusammen mit einem „Drachenpferd“ - eine „Reise nach dem Westen“ (Indien). Er suchte und fand im Ursprungsland des Buddhismus alte buddhistische Lehrtexte. Ich fand in meiner Kindheit auf dem Speicher meiner Eltern das von Hsuan-tsang gerittene Drachenpferd, das ein Großonkel vor mehr als hundert Jahren aus China mitgebracht hatte. Dem Drachenpferd, einem Mischwesen aus Drache und Pferd, wird in der buddhistischen Mythologie nachgesagt, dass es Glück und Wohlstand vermehre und auch in aussichtslos erscheinenden Lagen helfen könne.

Für mich verkörperte der aufrecht und gelassen auf seinem furchterregenden Reittier sitzende Mönch, verpackt und versteckt in einer dunklen Kiste auf dem Speicher meiner Eltern, das Geheimnis einer harmonischen Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Tiernatur. Heute sehe ich in der Skulptur auch eine bildhafte Darstellung der Entwicklungsgeschichte unseres Gehirns vom Reptil über das Säugetier zum Neocortex des Menschen - des „triune brain“ in der Theorie von P.D. MacLean (1990). Diese Entwicklung ist nicht abgeschlossen. Auf die anmutig ausbalancierte und wohltuende Verbindung zwischen unseren kognitiven Fähigkeiten und unserem Körper hinzuarbeiten, ist für mich eine - persönlich und beruflich zugleich - herausfordernde Aufgabe.